Wie wäscht man nachhaltige Wäsche?

8 Tipps wie du nachhaltig wäschst.


Wäsche waschen müssen wir alle, aber wie kann man es nachhaltig gestalten? Slow Fashion ist auf Langlebigkeit ausgelegt, dafür gehört die richtige Pflege natürlich auch mit dazu. Mit dem richtigen Waschverhalten bleiben dir deine Lieblingskleider sehr lange erhalten. 

1. Weniger Waschen, somit den Geldbeutel, die Umwelt und Ressourcen schonen


Was nachhaltiges Waschen anbelangt müssen wir uns zu uns selbst ehrlich Gedanken machen, ob dieses T-Shirt wirklich dreckig ist und gewaschen werden muss oder vielleicht riecht es einfach nicht mehr wie frisch aus der Waschmaschine. Ein T-Shirt muss nicht nach einmaligem Tragen gewaschen werden. Wenn das T-Shirt mal übel riecht, wie zum Beispiel nach Rauch, reicht es die Kleider durchlüften zu lassen, dass der üble Geruch verfliegt. Nicht zu vergessen, das ist auch ein Tipp für die Wäschemüffler die nicht gerne Wäsche waschen, es gibt weniger zu tun, wenn die Kleider weniger gewaschen werden. 🙂

 

2. Volumen der Waschmaschine voll ausnützen


Die Waschmaschine füllen, um Strom, Wasser & Waschmittel zu sparen. Lieber die Wäsche länger sammeln und seltener waschen. Wenn es zu lange geht eine Waschmaschine voll zu kriegen, könntest du dich mit anderen zusammentun und eine Waschgemeinschaft gründen. Es gilt die Faustregel: komplett füllen und dabei lediglich leichten Druck ausüben bis die in Maschine 1-2 Hände reinpassen.

 

3. Lieber Pulver- statt Flüssigwaschmittel


Am besten greifst du zu einer ökologischen Marke in einer Kartonverpackung. Noch wichtiger ist die eigentliche Dosierung: Obwohl die Waschmittel eine bessere Waschkraft haben als vor 20 Jahren ist der durchschnittliche Verbrauch nicht gesunken. Du brauchst nicht zehn verschiedene Waschmittel. Pulverwaschmittel sind das kleinere Übel als Flüssigwaschmittel, denn sie enthalten keine Konservierungsstoffe, sie belasten die Klärwerke weniger und es gibt sie meist in Kartonverpackung. Konventionelle Waschmittel enthalten meist Tenside auf Erdölbasis, ebenso wie Mikroplastik! Greif also lieber zu einem Ökowaschmittel, diese basieren auf pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen. Wer Lust auf ein eigenes unkonventionelles Waschmittel hat, kann gerne selbstgemachtes Waschmittel aus Efeu ausprobieren. Das Rezept gibts hier¹

 

4. Weichspüler weglassen


Weichspüler lässt Wäsche besonders gut duften, macht sie viel weicher und sie lässt sich im Idealfall besser bügeln. Auch wenn viele Menschen auf den tollen Duft abfahren und die kuschelig weiche Wäsche lieben, Weichspüler ist wirklich unnötig. Dagegen können die Inhaltsstoffe, so etwa der tolle Duft, schnell allergische Reaktionen auslösen. Viele Weichspüler sind auch nicht vegan, sondern enthalten Schlachtabfälle. Eine Alternative zu Weichspüler ist Essig. Einfach um die 30 ml hinzugeben und deine Wäsche ist wunderbar weich. Und keine Sorge: Sie riecht danach nicht nach Essig. Wenn du es außerdem bevorzugst, dass deine Wäsche stärker duftet, kannst du mal probieren, ein paar Tropfen ätherische Öle hinzuzugeben.

 

5. Richtig temperieren


Meistens reicht es völlig aus, die normal verschmutze Wäsche bei niedrigeren Temperaturen als auf dem Etikett angegeben zu Waschen. So benötigen Jeans, Blusen, Hemden und Co. nicht mehr als 30 Grad und nur für die Körperhygiene eingesetzte Handtücher oder Bettwäsche werden auch bei 40 Grad bis in die Fasern rein. Im Vergleich zu 60-Grad-Wäsche sparen Sie so sehr viel Energie ein.

 

6. Kleider links bzw umgekehrt waschen


Grundsätzlich sollte Wäsche immer auf der linken Seite gewaschen werden, also die Wäschestücke von innen nach aussen umdrehen, damit die Nähte nach aussen schauen. Vor allem für das Trocknen der Wäsche ist es wichtig. Gerade wer seine Wäsche gerne im Freien trocknen lässt, sollte immer alles mit der linken Seite nach aussen aufhängen. Damit tragen das schöne T-Shirt, die Bluse oder die Bettwäsche keine Lichtschäden davon, zumindest auf der Seite, die beim Tragen sichtbar ist.

 

7. Den Motor nicht heisslaufen lassen


Jeder der den Führerschein hat, weiss, wenn man ökologisch Autofahren will, sollte man das Auto nicht allzu hochtourig fahren. Dasselbe gilt auch bei der Waschmaschine, Du brauchst für dein T-Shirt keine 1400 Umdrehungen in der Minute, da reichen 1000 U/M auch aus. Das spart Energie und  schont ebenso empfindliche Stoffe.

 

8. Mikroplastik im Trinkwasser vermeiden.


Wer richtig umweltfreundlich waschen will, steckt Wäsche aus Kunstfasern in einen Wäschesack. Denn beim Waschen lösen sich kleinste Fasern aus dem Gewebe, die dann als Mikroplastik den Weg in unsere Seen und Flüsse finden. 

 

Die richtige Pflege der Kleider ist wichtig, somit können wir unsere Lieblingskleider viel länger tragen. Jeder hat seine eigenen Tipps, sei es beim Wäsche waschen oder der Einstieg im Veganismus.

Es gibt so viele verschiedene Wege, wie man sich für Klimaschutz, Umwelt oder Nachhaltigkeit einsetzen kann. Niemand kann alles davon tun, niemand schafft es “perfekt” zu sein. Und das ist völlig in Ordnung. Jeder Einsatz ist in meinen Augen super und kann ganz unterschiedlich stattfinden. Jede*r bewegt auf die eigene Art und Weise etwas, was wir jedoch alle gemeinsam haben ist, dass wir etwas zum Klimaschutz und zu einem nachhaltigen Leben, auch für zukünftige Generationen, beitragen ²

Im Gesamten verändern wir zusammen viel, denn gemeinsam sind wir stark!

 

 

¹ Rezept Waschmittel aus Efeu

² Text aus einem Instagrambeitrag von @homovirido

1. Foto von Svetlana Gumerova auf Unsplash

2. Foto von Dan Gold auf Unsplash

3. Foto von Nik MacMillan auf Unsplash

 

 

 

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