Trees Planted

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Nachhaltiger ins neue Jahr starten

Das nächste Jahr wird besser!


Es ist wieder soweit: ein Jahr geht zu Ende und ein neues fängt an. 2020 war ein merkwürdiges Jahr und die meisten Pläne musste zwanghaft verworfen werden und viele kleine Unternehmen sind immer noch am Hadern. Obschon Corona noch ein grosser Teil von unserem Alltag einnimmt, nähert sich das Lichtlein am Ende vom Tunnel. Wir hoffen, dass es unter Kontrolle gebracht wird und der Schaden nicht noch grösser wird als er schon ist. Nichtsdestotrotz ist der Jahresanfang ein guter Moment ein neues Kapitel im Buch anzufangen und es mit nützlichen Jahresvorsätzen noch schöner zu machen.  Wir stellen Dir viele kleine machbare Veränderungen vor, die dein Jahr nachhaltiger machen.

lichtlein am ende des Tunnels

Jahresvorsätze sind unnötig, oder?


Du kennst das sicher selber auch: Jahresvorsätze, die nur in den ersten 3 Wochen umgesetzt werden. Oftmals stellt man unerreichbare Jahresvorsätze, die sich nur auf das Resultat beziehen, anstatt kleine Jahresvorsätze, wie als Zwischenschritte, zu machen, die schlussendlich zum ersehnten Resultat führen. Als Beispiel: Anstatt zu sagen, ich nehme 10Kg ab, stelle ich mir kleine Ziele vor, die dazu führen, dass ich abnehmen kann – Ich versuche mehr auf Süssgetränke zu verzichten und dafür mehr Leitungswasser zu trinken. Ich versuche meine süssen Snacks mit gesunden Snacks auszutauschen. So hat man schon ein gewisses Bild wie man es schaffen kann und mit kleinen Erfolgen auch mehr Motivation die Jahresvorsätze auch wirklich durchzuziehen.

Viele kleine Puzzleteile ergeben ein grosses Bild!

Der erste Jahresvorsatz ist, mehr Leitungswasser, weniger Plastik. Versuche mehr Leitungswasser zu trinken! Wir in der Schweiz haben das Privileg sauberes Leitungswasser trinken zu können, also dann lass es uns nutzen. 80% von unserem Leitungswasser kommt direkt aus unterirdischen Quellen ohne aufbereitet zu werden. Halt dich fest, das Undenkbare kommt noch – Die Ökobilanz von Leitungswasser ist mindestens 450mal besser als von Wasser aus der Flasche

Besser für den Geldbeutel und noch viel besser für die Umwelt. Zudem noch ein Grund weniger einkaufen gehen zu müssen und somit schützen wir auch unsere eigene Gesundheit, bei Zeiten von Corona. 

Trinkwasser aufüllen - nachhaltige Tipps

Fair Trade Kaffee trinken

Kaffee ist für manche ein Mittel zum Zweck und für einige der pure Genuss. Bio Fair Trade Kaffee zu finden ist kein schwieriges Abenteuer mehr, davon gibt es heute genug. Auch Grosskonzerne haben die Nachfrage bemerkt und versuchen mit Siegeln zu locken, aber gleichzeitig untergraben sie die eigentliche Idee von Fair Trade mit miesen Tricks. Keine Sorge, die Mikro Röstereien boomen und es gibt schon einige echt gute davon in der Schweiz: Diese sind auch Bio Fair Trade zertifiziert und gleichzeitig unterstützt Du ein kleines lokales Geschäft. Beim nächsten Mal, wenn Du wie ein Barista deinen Kaffee zubereitest, versuche auf Bio Fair Trade Kaffee von einem kleinen Betrieb umzusteigen.

Hier  bekommst Du eine Auswahl an Röstereien.

Endlich Gesünder ernähren - Güt für dich, das Tier & die Umwelt


Kompletter Verzicht muss nicht sein, aber Qualität über Quantität sollte das Motto für das neue Jahr lauten. Damit kannst Du schon viel bewirken und Du tust auch noch Deinem Körper was Gutes. Die langsame Umstellung für die meisten der einfachste Weg. Meist geht es eigentlich nicht darum, das Fleisch exakt zu ersetzen, sondern eine Alternative zu finden, die einem schmeckt. Wie viel nachhaltiger ein Flexitarier oder ein Veganer im Gegensatz zu jemandem ist der täglich Fleisch ist, muss ich wahrscheinlich nicht noch erwähnen. 

Allgemein den Konsum von Tierprodukten zu reduzieren, ist ein enorm grosser Schritt mit grossem Einfluss. Laut einer Studie der Oxford-Universität spart ein veganer Lebensstil jährlich 2 Tonnen Treibhausgasen. Das entspricht etwa 8 Flügen von Zürich nach Bordeaux.

Die Umstellung zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung kann auch sehr spannend und lustig sein, indem man neue feine Gerichte entdeckt und man sich bewusst ernährt.

Vegan essen Falafel - nachhaltig Leben Tipps

Von flüssig auf fest umsteigen.

Von Flüssig-Shampoos auf feste umzusteigen ist eine Umgewöhnung, die gar nicht so schwierig wäre, wenn man doch nur sofort das passende Shampoo für sich persönlich finden würde. Unserer Meinung nach ist dies das Schwierigste am Ganzen: die richtige Marke zu finden. Nicht nur Mutter Natur bedankt sich bei Dir, sondern auch dein Geldbeutel. Obwohl die festen Shampoos manchmal einen teuren Anschein erwecken, kommt es meist günstiger. Mit festen Shampoos gehst Du automatisch sparsamer um und sie sind auch ergiebiger. Gleichzeitig pflegst du deine Haare mit natürlichen Inhaltsstoffen. 

Ich streiche die Shampoobar einfach durch meine Haare, aber Du kannst die Shampoobar auch an deine Hände reiben und dann deine Haare einshampoonieren – Probiere es selbst aus. Gewisse Shampoobars schäumen ein bisschen weniger als Flüssigshampoos, daran muss man sich vielleicht gewöhnen. Es gibt verschiedene Varianten die Shampoobars zu deponieren, Du kannst sie auf einen Luffa Schwamm legen, in ein Sisalsäckchen reintun oder einfach aus der Dusche rausnehmen. Es sollte an einem Ort sein, bei dem die nicht direkt mit Wasser in Kontakt kommen.

Du kannst die Seife mit auf Reisen nehmen. Du sparst sehr viel Plastik. Weniger Chemie für deine Kopfhaut und gut für dein Geldbeutel.

Dasselbe gilt natürlich für Dusch’s und Seifen!

Jolu Festes Dusch/Seife nachhaltig leben tipps

PLASTIK?! Es wird mir zuviel - Ich brauch mehr Freiraum!

Versuche auf Plastik so viel wie möglich zu verzichten. Plastik komplett aus dem Leben zu verbannen ist enorm schwierig, wir schaffen es selbst auch nicht. Deswegen nennen wir es auf envica nicht Zero Waste, sondern Minimal Waste. Das klingt realistischer und auch ehrlicher. 

Plastik ist ein grosses Übel. Wir haben regelrecht eine Plastik-Katastrophe und wissen nicht, wohin mit dem Abfall. Mehr als 10 Millionen Tonnen Abfälle gelangen in die Ozeane. Wie viel Abfall landet dann auf Deponien in Dritte-Welt-Ländern? Bei diesem Problem müssen wir Sensibilisieren und Informieren. Das Problem ist, dass Plastik sich nicht abbaut, sondern es entsteht Mikroplastik. Das heisst Plastik, welches nicht recycelt wird, landet schliesslich als kleine Partikel irgendwo, vielleicht auch in unseren eigenen Körper. Laut einer Studie der University of Newcastle kann bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche durch die Aufnahme von Wasser, Nahrung und Atemluft in den menschlichen Körper gelangen – Das entspricht etwa dem Gewicht einer Kreditkarte.

Ein paar Tipps wie Du Abfall sparst:

  • Mehrweg statt Einweg
  • Jute oder Leinenbeutel anstatt Plastiksack
  • Bienenwachstücher anstatt Frischhaltefolie
  • Unverpackt Laden oder Wochenmarkt einkaufen
  • Totebag beim Einkaufen nicht vergessen
  • Trinkflaschen anstatt PET-Flaschen
  • Kaffeebohnen anstatt Nespresso Kapseln
  • Bambus- anstatt Plastikzahnbürste
  • Benutze Apps wie Too Good To Go
  • Feste- anstatt Flüssigseifen

Den eigenen Plastikkonsum bewusstwerden und versuchen, darauf zu verzichten oder eine Alternative finden.

Haushalt Nachhaltig Leben Tipps

Die Kontrolle von meinem Geld zurückerobern!

Zu einer ethischen Bank wechseln, die meisten Grossbanken finanzieren mit deinem Geld Projekte, die Du nicht einmal in deinen schlimmsten Träumen unterstützen würdest. Mit jedem Franken, den wir unserer Bank anvertrauen, geben wir ihnen die Möglichkeit für die eigene Profitmaximierung in etwas Schlechtes, egal ob Kriegsgeschäfte oder die Förderung von Fossilen Brennstoffen, zu investieren. Die WWF hat dazu eine Studie mit einem Ranking der Grossbanken veröffentlicht.

Es ist sehr wichtig zu einer Bank zu wechseln, die sich der Verantwortung bewusst ist und nicht nur ethisch korrekt handelt, sondern zudem noch Firmen unterstützt, die Gutes tun und dabei eine neue Unternehmenskultur durchsetzen.

Soweit es möglich ist, versuche Dich zu informieren wie/wo Deine Bank, Dein Geld investiert und wechsle allenfalls die Bank.

Dazu empfehlen Wir eine sehr spannende Podcast-Folge von Masters of Change. Vor allem gut für jemand, der eher noch wirtschaftlich denkt oder Du jemanden überzeugen willst. 😉

https://podcasts.apple.com/ch/podcast/masters-of-change-ein-podcast-%C3%BCber-nachhaltigkeit-wandel/id1490004672?i=1000496442065

 

Nachhaltige Bank - nachhaltig Leben tipps

Ein Standbein für kleine Geschäfte werden.

Aktuell erfahren wir, wie gut die Digitalisierung uns vernetzt. Was uns aber in Wirklichkeit verbindet, sind Empathie, Mitmenschlichkeit und Solidarität. Das Gefühl, wenn Du dein Gegenüber zum Lachen bringst, ein Bier zusammen trinkst oder einfach redest, ist unbezahlbar, das nicht durch Facetime ersetzt werden kann. Aber die Opfer dieser Coronakrise sind die kleinen Geschäfte, die ohnehin ihr normales Leben finanzieren konnten ohne grossen Polster für solche Situationen. Das sind Menschen, die Ihrer Leidenschaft gefolgt sind und Blut, Schweiss und Existenzängste in Kauf genommen haben. 

Falls Du etwas benötigst, schau nach, ob es möglich ist, ein kleines Geschäft zu unterstützen. Als Dankeschön bekommst Du wahrscheinlich viel mehr Liebe zurück als von einem Grosskonzern. Dazu haben wir Dir eine Liste von kleinen Geschäften erstellt. 

Support Small - Kleine Geschäfte unterstützen

Weg von Wegwerf Kleidern!

Bist Du mehr der Pulli-Liebhaber oder eher T-Shirt-Typ? Wie die meisten Menschen habe auch ich meine Lieblingskleider, die ich am meisten anziehen und schon fast eine Bindung aufgebaut haben 🙂 Man schätzt seine eigenen Kleider viel mehr, wenn man nicht immer neues kauft. Qualität macht sich bezahlbar, nicht nur emotional wie bei mir, es macht auch umwelttechnisch einen grossen Unterschied.

Die Kleiderindustrie ist immer noch eine der schlimmsten Branchen für die Umwelt und den Menschen. Um ein Baumwoll-Shirt herzustellen, braucht es etwa 2720 Liter Wasser. So viel trinkt ein Mensch in drei Jahren. 20% der weltweiten Wasserverschmutzung ist durch die Textilindustrie verursacht worden. Hierbei geht es nicht darum, Dir ein schlechtes Gewissen zu machen, sondern Dich auf Missstände hinzuweisen.

So geht man am umweltfreundlichsten vor beim Kleiderkauf:

  1. Die erste Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Brauche ich das wirklich? Fast Fashion hat uns konditioniert Impulskäufe zu tätigen. Z.B. wenn ein T-Shirt sehr günstig ist, verfallen wir in einen Zustand, in welchem das Glückshormon „Dopamin“ ausgeschüttet wird, dabei wird unser Urteilsvermögen geschwächt.
  2. Du gehst an eine Hochzeit und brauchst ein schönes Kleid? Leih es Dir von jemandem. Du sparst Geld.
  3. Schweizer werfen durchschnittlich 7Kg Kleider in die Altkleidersammlung. Unter Umständen landen diese Kleider in einem Secondhandshop. Kleider, die schonmal getragen wurden, aber in gutem Zustand sind. Wieso sollten die denn nicht mehr getragen werden? Eine sehr gute Ökobilanz, da keine zusätzliche Kleidung mehr hergestellt werden muss.
  4. Slow Fashion > Fast Fashion. Kaufe Kleider von verantwortungsbewussten Marken, die faire Löhne zahlen und nachhaltige Materialien benützen. Jede Quittung ist ein Stimmzettel, mit dem wir gute Marken oder schlechte Marken unterstützen.
  5. Kaufe keine neuen Kleider, wenn Du sie flicken kannst. Es ist schade für deinen Lieblingspulli, wenn Du ihn wegschmeissen musst.
  6. Mache aus Altem etwas Neues. Mach aus deiner alten Hose einen Beutel, lass deiner Kreativität freien Lauf.

Falls Du mehr über Slow & Fashion wissen willst, haben wir ein paar Blogartikel für dich.

Quellen:

Leitungswasser:

https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/ressourcen/3242-ratgeber-wasserhahn-statt-petwahn.html#:~:text=Im%20Vergleich%20zu%20Flaschenwasser%20(abf%C3%BCllen,indem%20es%20auf%20Leitungswasser%20umstellt.

https://www.myswitzerland.com/de-ch/planung/ueber-die-schweiz/zahlen-und-fakten/general-information/trinkwasser/

Nachhaltigen Kaffee:

https://www.dieroester.at/kaffeewissen/ist-mein-kaffee-fair-und-nachhaltig

https://www.falstaff.ch/nd/mikro-roestereien-in-der-schweiz/

https://adrianos.ch/news/online-shop/organic-kaffee-pads-bio-zertifizierung

Tierische Lebensmittel reduzieren:

Artikel über die Studie

https://www.watson.ch/schweiz/konsum%20-%20detailhandel/665386284-schweizer-essen-so-wenig-fleisch-wie-seit-49-jahren-nicht-mehr

Plastikwahn:

https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/plastik-umgibt-uns-auch-in-unserer-nahrung-wasser-und-luft#:~:text=Insgesamt%20hat%20die%20University%20of,in%20den%20menschlichen%20K%C3%B6rper%20gelangen.

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkippemeer.html

Grüne Banken:

https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/wwf-rating-der-retailbanken

Slow Fashion:

Eigene Vertiefungsarbeit

https://www.instagram.com/p/B5IqshHnbtT/?utm_source=ig_web_copy_link

Bilder:

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